Back

Die „Auswahl“ liegt in der Mehrzahl

Veröffentlicht am 11 Februar 2019 von Frank Gerritzen

Eine pseudowissenschaftliche Studie führt den 21. Januar (3. Montag im Januar) als den deprimierendsten Tag des Jahres an. Auch wenn diese Aussage auf verschwommenen Algorithmen basiert, ist sie intuitiv richtig: Der Jahresbeginn ist nach dem Rausch des Dezembers oft schwierig. Ein Gefühl der Leere erfasst uns.

Diese Ruhephase ist gleichwohl ein guter Zeitpunkt, um über den weiteren Verlauf des Berufslebens nachzudenken, insbesondere wenn die Nachrichten zu Beginn des Jahres nicht zufriedenstellend waren, was Lohnerhöhungen, Boni und andere Beförderungen betrifft.

Der Jahresbeginn ist daher auch und oft eine Zeit, in der wir Entscheidungen treffen müssen, Entscheidungen darüber, wie wir fortfahren, was wir verändern und in Frage stellen wollen. Zu oft beschränkt sich unsere Wahl jedoch auf zwei Alternativen, auf einen binären Entscheidungsansatz: Ich bleibe in meinem Job oder ich nehme das Angebot (intern oder extern) an, das ich erhalten habe.

Studien haben jedoch gezeigt, dass Entscheidungen relevanter sind, zu mehr langfristigem Erfolg führen und weniger Bedauern hervorrufen, wenn es mehrere Alternativen gibt. Die Suche nach Alternativen regt Phantasie und Kreativität an, sie zwingt uns, tief in uns selbst nach dem zu suchen, was wir wirklich wollen.

Wie können wir das realisieren? Es gibt mehrere mögliche Methoden: Ihre Situation so vielen wohlwollenden Menschen wie möglich darzustellen, einen Rückzug zu machen, Sitzungen mit einem Arbeitspsychologen abzuhalten. Es gibt eine Methode, die ich empfehle, einfach, schnell und teuflisch effektiv: Schreiben Sie Ihre eigene Trauerrede (oder wenn es Sie zu sehr deprimiert, Ihre Erinnerungen auf, aber 20 oder 30 Jahre aus der Zukunft gesehen).

In der Tat sind wir alle in unterschiedlichem Masse von den kleinen Hindernissen blockiert, die uns daran hindern, wirklich wichtige Entscheidungen zu treffen: Diese Hindernisse sind oft real (finanziell, materiell, familiär usw.), aber sie sind auch eine unglaubliche Selbstzensur und blockieren unsere Fähigkeit, Alternativen zu entwickeln, die uns wirklich glücklich machen würden.

Wenn Sie Ihr Leben vom Ende aus (oder nahe dem Ende) betrachten, haben Sie keine wirklichen Hindernisse, die Sie blockieren, Sie können sich von der Vision des Lebens Ihrer Träume leiten lassen. Dann werden Ihre wahren Wünsche, Ambitionen und Träume zum Vorschein kommen. Und wenn man erst einmal weiss, was man wirklich will, bleibt die Umsetzung zwar immer noch schwierig, aber der Antriebsmotor ist da. Die klare Zielsetzung, das Gefühl, zu wissen, was man will und wohin man geht, welches aus dem tiefsten Inneren kommt, ist eine wunderbare Befreiung. Und aus dieser klaren Vision heraus können wir sofort mit der Arbeit an den notwendigen Schritten zur Erreichung dieser Ziele beginnen.

Probieren Sie selbst und berichten Sie mir von Ihren Neuigkeiten!

Artikel veröffentlicht in Französisch auf HR Today Le Blog (leblog.hrtoday.ch)