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Die innere Überzeugung… eine Frage des Überlebens!

Veröffentlicht am 20 April 2020 von Mathieu Bischof

Es gibt Zeiten im Leben, in denen man es weiss.  Es ist nicht immer leicht zu erklären, warum, aber wir wissen es. Diese Momente absoluter Klarheit sind ebenso beruhigend wie beängstigend, aber sie führen uns gewöhnlich zu wichtigen und oft bedeutenden Entscheidungen.

Im Juristenjargon ist eine innere Überzeugung ein Begriff, der die Subjektivität jedes Strafurteils illustriert. Im wirklichen Leben drückt dieser Begriff unserer Ansicht nach eine unerklärliche Gewissheit aus.

Im Laufe unserer Beratungstätigkeit erleben wir diese innere Überzeugung manchmal, wenn wir Kandidaten treffen. Wir sind davon überzeugt, dass die Person, die vor uns steht, absolut ideal für unseren Kunden und das uns anvertraute Mandat ist, aber auch umgekehrt, dass diese Vakanz optimal für die Karriere unseres Kandidaten ist. Als Berater und Befürworter der Transparenz müssen wir unserem Kunden dieses besondere Gefühl natürlich erklären können… nicht unbedingt offensichtlich, da es nicht immer mit der Übertragbarkeit von Fähigkeiten oder Wissen verbunden ist. Unsere Kunden könnten überrascht sein, ein solches Feedback zu hören: Es ist der richtige Kandidat, wir wissen nicht warum, aber wir sind uns da ganz sicher. Glücklicherweise sind diese Überzeugungen (innere oder nicht) in der Regel von konkreten und rationalen Elementen begleitet.

Ist es der Instinkt? Wird dieses Urkonzept zu oft durch unsere Gewissheiten und die Milliarden von Daten, die unsere armen Gehirne ständig verarbeiten müssen, erstickt? Das glauben wir. Sollten wir darauf vertrauen? Wir zumindest sind davon zutiefst überzeugt.

Die Verlässlichkeit auf die eigenen Urteile und Entscheidungen, ohne die Intuition überzubewerten, scheint in dieser Welt der Gigabyte-Informationen eine nicht zu unterschätzende Herangehensweise zu sein, die vielleicht eine Frage des Überlebens ist.